„Airbag“ für das Surfen im Ausland

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Beim Internetsurfen im Ausland gilt die Kosten-Obergrenze von 59,50 Euro im Monat. Wird dieser Betrag erreicht, warnen alle Anbieter ihre Mobilfunkkunden und die Verbindung wird automatisch unterbrochen. Nur auf ausdrücklichen Wunsch des Kunden kann die Verbindung wieder freigeschaltet werden. Diese sinnvolle Kostensperre für den Verbraucher gilt aber nicht in jedem Land. Vor Urlaubsbeginn sollte der Reisende bei seinem Anbieter nachfragen, ob dieser Gebührendeckel in seinem ausgewählten Urlaubsland geschaltet wird.

Bei E-Mails, Bildern oder beim Surfen im EU-Ausland werden seit dem 01. Juli 2013 maximal 53 Cent pro Megabyte (MB) berechnet. Richtig teuer wird es außerhalb der EU. Türkei, Kanada, USA verlangen 9,80 Euro, Ägypten 15,80 Euro und Tunesien 19,00 Euro pro MB für die neusten Fußballergebnisse aus dem Netz. Beim häufigen Surfen im Internet sollte man daher spezielle Datenpakete bei seinem Anbieter kaufen.

ACHTUNG: Smartphones, Tablets oder PC aktualisieren ständig im Hintergrund Apps und Programme. Das Daten-Roaming sollte der Reisende im Nicht-EU-Ausland ausschalten und über öffentliche WLAN-Punkte (Wireless LAN Hotspots) ins Netz gehen.

Seit 01. Juli 2013 gelten in den 28 EU-Mitgliedsstaaten neue Tarife für das Internet-Surfen, das Telefonieren und den SMS-Versand. Die Datennutzung im EU-Ausland ist um 25 Cent auf jetzt 45 Cent je Megabyte gesunken. Bei abgehenden Anrufen werden 5 Cent pro Minute gespart (24 Cent statt bisher 29 Cent) und für ankommende Anrufe werden 7 Cent pro Minute berechnet. Eine SMS aus dem Ausland schlägt mit 8 Cent zu Buche. Der Empfang einer SMS ist gratis.

Vor tückischen Kostenfallen warnt Thomas Grund, Telekommunikationsexperte von der Stiftung Warentest, denn ausgerechnet Vertragskunden zahlen meist mehr. Die Kunden der deutschen Netzbetreiber Telekom, Vodafone und O2 landen häufig in teuren Auslandstarifen, die parallel zu den EU-Tarifen geschaltet sind. Bei Guthabenkarten von Discountern wie Aldi-Talk, simply oder simyo wird der EU-Tarif automatisch abgebucht.

Der Vertragskunde muss vor der Abreise ausdrücklich den EU-Tarif bei seinem Anbieter verlangen. Bei Telekom heißt der EU-Tarif „T-Mobile weltweit“, bei Vodafone „Vodafone World“, Base-Kunden verlangen nach dem Tarif „International“ und bei O2 „O2 Weltzonen“.
Diese EU-Modelle lohnen sich aber nur für Kunden, die viel und lange im Ausland telefonieren.

This entry was posted on 25/09/2013 at 20:43 and is filed under Handy. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. Both comments and pings are currently closed.

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